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Energie-Mythos #4: „Spot ist immer günstiger als Fixpreis"

  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Kaum ein Satz hält sich im Energieeinkauf so hartnäckig wie dieser: „Spot ist doch immer günstiger." Er klingt logisch – und ist trotzdem zu kurz gedacht. Denn er verwechselt einen Rückblick mit einer Strategie.



Was der Markt zeigt

Spotpreise folgen Angebot und Nachfrage im Stundentakt. Das kann in einem sonnen- und windreichen Jahr günstig sein – 2025 gab es in Deutschland mehrere Hundert Stunden mit negativen Strompreisen. Es kann aber genauso teuer werden, wenn Erzeugung knapp und Nachfrage hoch ist. Fix dreht die Logik um: Sie zahlen einen festen Preis und kaufen sich damit Planungssicherheit – die der Lieferant sich über eine Risikoprämie bezahlen lässt.


Beide Wege sind also kein Naturgesetz. Spot ist eine Wette auf günstige Marktphasen, Fix ist eine Versicherung gegen teure. Welcher Weg besser ist, hängt nicht vom Produkt ab, sondern von den Zielen des Portfolios.


Warum sich der Mythos hält

„Günstiger" ist eine verführerisch einfache Aussage. Sie blendet nur die entscheidende Größe aus: das Risiko. Für ein einzelnes Objekt mag ein Spot-Ausreißer verkraftbar sein. Über ein Portfolio mit festen Nebenkostenbudgets, Mietverträgen und Renditezielen kann dieselbe Volatilität zum Problem werden – nicht als Durchschnittspreis, sondern als Planungsunsicherheit im Budget.


Was wirklich entscheidet

Nicht Spot oder Fix entscheidet, sondern die Beschaffungsstrategie dahinter. Sie hängt ab von:

  • Budget- und Risikotoleranz – wie viel Schwankung verträgt Ihr Nebenkostenbudget wirklich?

  • Lastprofil des Portfolios – wann und wie gleichmäßig wird Energie verbraucht?

  • Marktphase – ist der Terminmarkt gerade attraktiv oder nicht?

  • Laufzeit der Investition – wird das Objekt gehalten oder verkauft?

  • ESG-Ziele – braucht es grünen Strom, PPA, Herkunftsnachweise?

  • Flexibilitäten – gibt es PV, Speicher oder Lastverschiebung im Objekt?


Aus diesen Faktoren ergibt sich die richtige Mischung – oft eine Kombination aus fixen und marktnahen Anteilen, nicht ein Entweder-oder.


Die NeoBid-Sicht

Wer nur auf den Arbeitspreis schaut, optimiert eine einzelne Zahl. Wer das Portfolio steuert, optimiert Budgetsicherheit, Risiko und Wert über die gesamte Haltedauer. Genau hier setzt NeoBid an: Wir leiten die passende Beschaffungsstrategie datenbasiert aus Lastprofil, Zielen und Marktlage ab – statt eine pauschale Produktempfehlung zu geben.


Fazit

„Spot ist immer günstiger" ist eine Aussage über den Durchschnitt – nicht über Ihr Portfolio. Die bessere Frage lautet nicht „Spot oder Fix?", sondern „Welche Strategie passt zu Budget, Risiko und Wert meines Bestands?".


NeoBid denkt Energie nicht als Preisvergleich – sondern als strategischen Werttreiber für Immobilienportfolios.

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