Energie-Mythos #9: Der Bestandsversorger macht das beste Angebot
„Unser Versorger kennt uns, der macht uns schon einen guten Preis." Dieser Satz klingt nach Beziehung und Verlässlichkeit – und ist trotzdem zu kurz gedacht. Denn ein gutes Verhältnis ersetzt keinen Marktpreis.
Worum es wirklich geht
Der Bestandsversorger hat einen Informationsvorsprung: Er kennt Ihren Verbrauch, Ihre Verträge und weiß, dass ein Wechsel Aufwand bedeutet. Genau das schwächt Ihre Verhandlungsposition. Ohne ein zweites, drittes Angebot fehlt jeder Maßstab dafür, ob das Verlängerungsangebot fair ist. Ein Angebot ist eben noch kein Marktpreis.
Warum sich der Mythos hält
Verlängern ist bequem: kein Papierkram, kein Anbieterwechsel, kein Risiko. Diese Bequemlichkeit hat aber einen Preis. Verlängerungs- und Bestandspreise liegen oft über dem, was am Markt erzielbar wäre – nicht aus böser Absicht, sondern weil kein Wettbewerb den Preis diszipliniert. Über ein Portfolio summiert sich dieser Aufschlag Jahr für Jahr.
Warum Wettbewerb den Preis macht
Mehrere Anbieter bieten gegeneinander – das erzeugt Bewegung beim Preis.
Der Bestandspreis wird überhaupt erst vergleichbar.
Kein Aufschlag für Trägheit: Wer wechseln kann, verhandelt anders.
Transparenz statt Vertrauensvorschuss.
Rechtzeitig kündigen und ausschreiben, statt in die stille Verlängerung zu rutschen.
Die NeoBid-Sicht
Für Asset Manager ist das ein Renditethema: Bequemlichkeit kostet Rendite, oft unbemerkt. Die NeoBid-Plattform organisiert den Wettbewerb, den der Bestandsversorger scheut – sie holt vergleichbare Angebote mehrerer Lieferanten ein und macht den Bestandspreis überhaupt erst bewertbar und transparent.
Fazit
Nicht Treue senkt den Preis, sondern Wettbewerb. Der Bestandsversorger macht selten das beste Angebot – erst der Vergleich zeigt, was das beste Angebot ist.
NeoBid denkt Energie nicht als Preisvergleich – sondern als strategischen Werttreiber für Immobilienportfolios.



