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Energiemarkt kompakt – Juli 2026: Energiepreise 2027

  • 30. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Entspannung oder nur eine kurze Atempause?

Das Lieferjahr 2027 ist derzeit ein Seismograf für geopolitische Entwicklungen. Nach einem kräftigen Anstieg kam zuletzt ein deutlicher Rücksetzer. Für Immobilien-Portfolios ist die entscheidende Frage aber nicht, ob die Preise heute steigen oder fallen – sondern, ob das Portfolio vorbereitet ist, wenn sich ein Marktfenster öffnet.




Die Lage im Juli

Am Terminmarkt (EEX) kostet Strom für das Lieferjahr 2027 aktuell 104,53 €/MWh, Gas 43,41 €/MWh (Settlement 28.07.). Gegenüber Ende Juni ist das ein deutlicher Anstieg – Strom 2027 +13,7 %, Gas 2027 +22,6 %, als wesentlicher Markttreiber galt die Eskalation im Nahen Osten.


Entscheidend ist, wo die Bewegung sitzt: konzentriert im Frontjahr 2027. Die späteren Lieferjahre legten deutlich weniger zu (Strom 2029 +3,0 %, Gas 2029 +5,6 % ggü. Ende Juni – gegenüber +22,6 % im Gas-Frontjahr). Der Risikoaufschlag konzentriert sich also auf das nächstliegende Lieferjahr.


Erst rauf, dann eine erste Gegenbewegung

Gas 2027 zeigt die Dynamik exemplarisch: Seit Anfang Juli stieg der Preis um rund 28 % auf ein Hoch von 47,35 €/MWh (24.07.) und gab dann auf 43,41 €/MWh (28.07.) nach – rund −8 % seit dem Hoch. Der Rückgang nimmt einen Teil des Aufschlags heraus – hebt ihn aber nicht vollständig auf. Das Preisniveau liegt weiterhin über dem von Ende Juni.


Wichtig zur Einordnung: Diese Zahlen sind Großhandels-Benchmarks, keine Endkundenpreise. Der Vollpreis entsteht aus Future + Profil/Marge + Netzentgelten, Steuern und Umlagen (bei Gas zusätzlich CO₂, ab 2027 EU-ETS2). Der Future ist der Marktanker, an dem sich ein faires Angebot messen lässt.


Was das für Ihr Portfolio heißt

Die zentrale Erkenntnis lautet nicht „jetzt kaufen", sondern: Nicht der Stichtag entscheidet, sondern die Strategie. Der Rücksetzer zeigt, wie schnell sich Marktchancen ergeben – und wie schnell geopolitische Nachrichten das Bild wieder drehen können. Wer 2027 beschaffen muss, sollte deshalb jetzt entscheidungsfähig sein, nicht erst beim nächsten Ausschlag.


Handlungsfähigkeit entsteht vor dem Einkaufstag:

  • Marktchancen können sich kurzfristig öffnen – und ebenso schnell wieder schließen.

  • Eine erfolgreiche Ausschreibung beginnt mit sauberer Vorbereitung, nicht am Einkaufstag.

  • Das beste Marktfenster nützt nichts, wenn Lieferstellen, Vertrags- und Verbrauchsdaten nicht ausschreibungsfähig vorliegen.

  • Eine klare Beschaffungsstrategie schafft die Grundlage für schnelle, fundierte Entscheidungen.


Genau hier setzt NeoBid an: Wir verbinden Marktdaten, Portfoliostrategie und eine vollständige Datenbasis zu einem strukturierten Beschaffungsprozess – transparent und im Wettbewerb statt im Einzelangebot.


Wie ausschreibungsfähig ist Ihr Portfolio für 2027?


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