Energie-Mythos #7: Reicht der Jahresverbrauch für eine Ausschreibung?
Aktualisiert: vor 1 Tag
„Wir kennen unseren Verbrauch, dann können wir ausschreiben.“ Der Jahresverbrauch ist ein wichtiger Ausgangspunkt. Für vergleichbare Angebote benötigen Lieferanten jedoch weitere Angaben zu Lieferstellen, Verbrauchsprofilen und bestehenden Verträgen. Bei Immobilienportfolios entscheidet die Qualität dieser Daten mit darüber, wie belastbar eine Ausschreibung ist.
Warum der Jahresverbrauch allein nicht reicht
Ein Lieferant kalkuliert mehr als die gesamte Energiemenge. Relevant sind auch der zeitliche Verlauf des Verbrauchs, die Zuordnung der Lieferstellen und Marktlokationen sowie Vertragslaufzeiten und Lieferbeginn.
Fehlende oder widersprüchliche Angaben können Rückfragen auslösen, die Angebotserstellung erschweren oder dazu führen, dass ein Lieferant Unsicherheiten in seiner Kalkulation berücksichtigt. Vollständige Daten ermöglichen einen Vergleich auf derselben Grundlage.
Warum sich der Mythos hält
Der Jahresverbrauch lässt sich häufig einer Rechnung entnehmen. Die übrigen Informationen verteilen sich auf Verträge, Abrechnungen und Portale. Bei mehreren Eigentümern, Verwaltern oder Lieferanten fehlt deshalb schnell eine gemeinsame Übersicht.
Die Datenaufbereitung bleibt im fertigen Angebot unsichtbar. Sie bestimmt jedoch mit, ob Lieferanten das Portfolio eindeutig zuordnen und die Anfrage belastbar bewerten können.
Fünf Bausteine einer ausschreibungsfähigen Datenbasis
Lieferstellenübersicht: Alle einzubeziehenden Objekte und Zähler erfassen und den jeweiligen Eigentümern beziehungsweise Vertragspartnern zuordnen.
Marktlokationsdaten: Jede MaLo-ID der richtigen Lieferstelle zuordnen. Die Bundesnetzagentur erläutert die Marktlokation als Begriff des Energiemarkts.
Verbrauchsprofile: Das zeitliche Verbrauchsverhalten mit den für die jeweilige Lieferstelle verfügbaren Profil- oder Lastgangdaten abbilden.
Vertragsdaten: Laufzeiten, Kündigungsfristen, Preisbedingungen und möglichen Lieferbeginn zusammenführen.
Geprüfte Verbrauchswerte: Bezugszeiträume, Einheiten und Auffälligkeiten prüfen; Annahmen oder Schätzwerte ausdrücklich kennzeichnen.
Wie diese Angaben zusammengeführt werden, beschreibt der Beitrag zu Messstellen- und Verbrauchsdaten im Immobilienportfolio.
Was Datenqualität für Asset und Property Manager bedeutet
Für Asset Manager beeinflusst die Datenbasis die Aussagekraft des Angebotsvergleichs. Property Manager kennen häufig die operativen Veränderungen an den Objekten. Beide Perspektiven sollten in der Ausschreibung zusammenkommen, damit Lieferanten mit denselben geprüften Angaben kalkulieren.
Die NeoBid-Plattform strukturiert Lieferstellen, MaLo-Daten und Lastprofile als Grundlage für die Energiebeschaffung von Immobilienportfolios. Eine gute Datenbasis garantiert keinen bestimmten Preis, verringert aber vermeidbare Unsicherheiten im Marktvergleich.
Fazit: erst die Daten prüfen, dann Angebote vergleichen
Den Verbrauch zu kennen ist der Anfang. Ausschreibungsfähig wird ein Portfolio durch die Verbindung von Lieferstellen-, Profil-, Vertrags- und Verbrauchsdaten. Diese Vorbereitung unterstützt einen nachvollziehbaren Angebotsvergleich und eine fundierte Beschaffungsentscheidung.
Sind die Daten Ihres Portfolios bereit für die nächste Ausschreibung?
Besprechen Sie mit NeoBid, welche Informationen bereits vorliegen und welche Zuordnungen oder Prüfungen noch erforderlich sind.



